Nutzwertanalyse

Nutzwertanalyse

Schriftliche Nutzwertanalyse vom beratenden Ghostwriter durchführen lassen

Die Nutzwertanalyse oder Nutzwertmethode ist eine Entscheidungshilfe zur Auswahl von Alternativen. Nutzwertanalysen helfen bei der Auswahl von Technologien, Projektoptionen, bei Standortentscheidungen und anderen Entscheidungsproblemen. Die beste (nützlichste) Lösung eines Auswahlproblems ist oft nicht einfach zu bestimmen: Die Anzahl der Kriterien und Alternativen erscheint endlos, es gibt unzählige Ansätze, und es ist verlockend das zu wählen, was einfach verfügbar ist anstatt das was notwendig ist. Die Generierung der Kriterien und Alternativen für die Nutzwertanalyse erfordert Zeit und je nach Komplexität und Tiefe des Problems Expertenwissen. Unvollständige Kriteriensätze verzerren das Ergebnis und führen zu Fehlentscheidungen. Ein Ausweg ist die Hilfe eines beratenden Ghostwriters mit wiederholter Erfahrung mit Nutzwertanalysen. Zudem ist es oft hilfreich, wenn ein Dritter die Entscheidungssituation aus neutralem Blickwinkel betrachtet.

Bei komplexen Entscheidungsproblemen wird die beste Lösung methodisch bestimmt (Business Ghostwriter).

Methode

Typische Anwendungen der Nutzwertanalyse sind die Auswahl von Technologien (Beispiel Software oder Hardwaresysteme, wie die Einführung eines ERP-Systems) und Anlagen, Standortentscheidungen oder Projektentscheidungen. Eine Nutzwertanalyse beginnt mit der Festlegung der problemrelevanten Alternativen und Entscheidungskriterien, das heißt es wird ein Entscheidungsmodell konstruiert. Auch die zugrunde liegende →Nutzenfunktion sollte betrachtet werden. Im nächsten Schritt werden die Kriterien relativ zueinander gewichtet (priorisiert) und die in Frage kommenden Alternativen (Auswahloptionen) in Bezug auf jedes Kriterium mit einem Punktesystem bewertet. Die Punkte werden mit dem Kriteriengewicht multipliziert und zum spezifischen Nutzwert summiert. Der so ermittelte Nutzwert ist keine monetäre Größe, sondern ein dimensionsloser Ordnungsindex. Verlässliche Aussagen zur Wirtschaftlichkeit einer Alternative können je nach Situation aber indirekt abgeleitet werden. Abgesehen davon ist die Nutzwertanalyse ein Präferenzverfahren, da die Gewichtung der Teilnutzen die subjektiven Vorstellungen des Entscheiders reflektiert.

Nutzwertanalysen sind im deutschen Sprachraum weitverbreitet, zum Beispiel fiel die millionenschwere Entscheidung für einen von vier Standorten für die Batteriezellforschung in Deutschland 2019 auf der Grundlage einer Nutzwertanalyse, die von der Fraunhofer-Gesellschaft durchgeführt wurde. Im englischen Sprachraum werden Auswahlprobleme nach Art der Nutzwertanalyse überwiegend mit →AHP gelöst. Das führt zu genaueren Ergebnissen, dafür ist der mathematische Aufwand höher.

Beispiel

Ein Zulieferer in der Luftfahrt- und Automobilindustrie mit mehreren Tausend Mitarbeitern möchte für seine Mitarbeiter im technischen Vertrieb (Außendienst) neue Laptops eines einheitlichen Modells beschaffen. „Business-Notebooks“ spielen in einer höheren Preisklasse als einfache mobile Rechner für Privatanwender. Auch für einfache Business-Modelle etablierter Hersteller können leicht 2.000 EUR oder mehr fällig werden. Geht es, wie im Beispiel, um die Beschaffung mehrerer Exemplare eines Laptop-Modells, sollte die Auswahl umso besser durchdacht werden. Der deutlich höhere Preis für Business-Notebooks gegenüber einfachen Modellen für Privatanwender, die für wenige hundert Euro zu haben sind, beruht auf herausragenden Geräteeigenschaften (Features), die mehr Nutzen für den Anwender suggerieren: besondere Schutz- und Sicherheitsmerkmale, eine überdurchschnittliche Akku-Laufzeit, mehr Prozessorleistung, ein geringes Gewicht und eine robuste Tastatur. Auch eine hervorragende Verarbeitung des Gehäuses ist wichtig, da ein edles Design bei Kunden oder Geschäftspartnern Eindruck macht.

Die Eigenschaften des zu wählenden Laptop-Modells im Beispiel sollten den Anforderungen im Vertrieb optimal entsprechen. Ein erster Vergleich kommerzieller Angebote zeigt, dass drei Modelle von drei verschiedenen Herstellern den idealen Geräteeigenschaften – den Kriterien – näherungsweise gerecht werden. Es stehen also drei Alternativen zur Auswahl, die Modelle A, B, und C. Die Gegenüberstellung der Kriterien und Alternativen und die Nutzwertberechnung erfolgt zweckmäßig in einer Matrixdarstellung (Tabelle). Gewicht, Akku-Laufzeit und Softwarekompatibilität werden im Beispiel als eigenständige Kriterien geführt. Das Kriterium „Ausstattung“ wird in fünf Subkriterien aufgeschlüsselt. Die drei Modelle werden in Bezug auf jedes Kriterium bewertet auf einer Skala von 1 Punkt (‚nicht geeignet‘) bis 10 Punkten (‚bestmögliche Eignung‘).

Welche Features sind im konkreten Beispiel nun wichtig? Wie sehen die Merkmalsausprägungen aus? Beispiel Subkriterium „Sicherheit“ (Tabelle): Für ein Technologie-Unternehmen sind Sicherheitsfunktionen zum Schutz vor unbefugten Zugriffen und vor Verlust – zwei Risiken, die im Außendienst signifikant erhöht sind – wichtiger als ein beeindruckendes Design. Da im Außeneinsatz die Funktionsfähigkeit technologischer Komponenten, die der Zulieferer an seine Kunden verkauft, vor Ort mit unternehmenseigener Software erwartungsgemäß oft überprüft wird, dürfte auch eine verlängerte Akkulaufzeit, um auch unter widrigen Umständen arbeiten zu können (Stromausfall oder auf Reisen), unverzichtbar sein. Die Berechnung der Nutzwerte ergibt schließlich für Modell B den höchsten Gesamtnutzen von 572,5 Punkten, knapp gefolgt von Modell C mit 566,0 Punkten. Laptop-Modell A liegt mit 318,0 Punkten abgeschlagen auf Rang 3. Die Auswahl würde also auf Modell B fallen.

 

Ihre Nutzwertanalyse

Gerne übernehme ich Ihre schriftliche Nutzwertanalyse samt Matrix-Darstellung und Erläuterungen. Neben der Einsparung von Zeit profitieren Sie von meiner Erfahrung mit Nutzwertanalysen vor allem im Software- und IT-Bereich, die um die Expertise in verwandten Methoden (AHP) ergänzt wird. Sie erhalten eine übersichtliche und professionelle schriftliche Entscheidungsvorlage mit Verzeichnissen und Quellennachweisen für Ihren persönlichen Gebrauch. Für die Analyse und eine optimale Entscheidung wird neueste wissenschaftliche Literatur ausgewertet, ferner Beiträge aus der Wirtschaftspresse, soweit das möglich ist. Selbstverständlich können Sie Ihre Unterlagen für die Analyse zur Verfügung stellen. Ein typisches Projekt läuft so ab:

  • Erstrecherche in der Fachliteratur nach vergleichbaren Auswahl- und Entscheidungsproblemen
  • Konstruktion eines Basis-Entscheidungsmodells mit unverzichtbaren Kriterien und Alternativen
  • gemeinsame Zwischenbesprechung und Anpassungen
  • Gewichtung der Kriterien und Scoring der Alternativen
  • Finalisierung des Manuskripts. Sie können einen Korrekturschleife für punktuelle Adaptionen in Anspruch nehmen.

Sofern Sie keine Informationen vorgeben, wird in einer ersten Runde ein Satz relevanter Alternativen und Kriterien entwickelt, den wir gemeinsam besprechen und anpassen. Für die anschließende Gewichtung der Kriterien und Alternativen ist ein paarweiser Vergleich möglich, der genauere Ergebnisse gestattet als das bei pauschalen Gesamtbewertungen möglich ist. Damit wird zugleich eine gängige Kritik der Nutzwertanalyse, nach der die Gewichtung der Kriterien und Alternativen oft willkürlich und intuitiv erfolgt, minimiert.

Eine Nutzwertanalyse nimmt typischerweise mindestens 10-20 Seiten in Anspruch. Der genaue Umfang richtet sich nach der Anzahl der Kriterien und Alternativen. Je nach den Eigenschaften ihres Problems ist eine erweiterte Analyse unter Berücksichtigung der Kosten möglich (Nutzen-Kosten-Analyse).

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Schlagwörter: Entscheidungsanalyse, Nutzwertanalyse, Nutzwert, Projektmanagement, Technologiebewertung

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