Deskriptive Statistik mit SPSS

Deskriptive Statistik mit IBM SPSS Statistics

Deskriptive oder Beschreibende Statistik, in Lehrbüchern gelegentlich auch Exploratorische Analyse genannt, umfasst grundlegende Statistik wie Relative Häufigkeiten, Urlisten und Diagramme, Lageparameter, die Verteilung von Merkmalsausprägungen und einfache Beziehungen zwischen Merkmalen. In SPSS wurden diese Parameter verteilt und diversen Menüfunktionen untergeordnet, sodass oft nicht eindeutig ist, welche Kennwerte in den finalen Forschungsbericht einfließen sollten. Zum SPSS-Menüpunkt „Deskriptive Statistiken“ gehören die Unterpunkte:

Für die meisten allgemeinen Berichte sollten die Kennwerte, die über die Unterpunkte Häufigkeiten und Explorative Datenanalyse berechnet werden, genügen. So sind auch Q-Q-Plots über eine Explorative Datenanalyse zugänglich. Der Unterpunkt Deskriptive Statistik beschränkt sich auf die Ausgabe einer Tabelle mit Basisparametern für eine Variable (Stichprobenumfang, Mittelwert und Standardabweichung und Standardfehler, Varianz, Schiefe und Kurtosis). Das ist nur bei sehr großen Datensätzen (ab mehreren Tausend Fällen einer Variable) effizient. In der Praxis der Empirischen Sozialforschung oder Marktforschung kommen oft kleinere Stichproben vor (dreistellige oder gar nur zweistellige Anzahl zum Beispiel an Teilnehmern einer Umfrage), die zugleich tiefer zu untersuchen sind und auf eine Schichtung (zum Beispiel für anschließende Signifikanztests auf Gruppenunterschiede) vorbereitet werden. Der Erkenntnisgewinn durch Deskriptive Statistik sollte weit über Pauschalkennwerte wie Mittelwert oder Varianz hinausgehen und maximiert werden, zumal wenn im Vorlauf viel Zeit und Geld für die Datenaufnahme ausgegeben wurde.

Der Menüpunkt Kreuztabellen ist ein „Vorgeschmack“ auf die Teststatistik, hier auf bivariate Zusammenhänge (Stichworte: Chi-Quadrat-Test und p-Werte). Unter Verhältnisstatistiken geht es um die Berechnung statistischer Kennwerte zu Verhältnissen zwischen zwei Variable, zum Beispiel der Vergleich zwischen Jahres- und Vorjahreswerten oder zwischen Ist-Werten und Prognosewerten.

Zur Verschriftlichung und professionellen Berichterstattung gehören professionelle Diagramme mit Trends und Merkmalszusammenhängen und Tabellen mit Aufschlüsselung von Variablen, Parametern und Kennwerten. Die Diagramme und Tabellen im SPSS-Output wirken jedoch wenig druckreif, das ist – neben der Unübersichtlichkeit der Funktionen in SPSS – einer der wenigen Minuspunkte des sonst sehr leistungsfähigen Programmpakets. Im professionellen Berichtswesen werden daher die Ergebnisse auch heute oft mit Tabellenkalkulationen wie Excel visualisiert.

 

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