VRIO-Schema

VRIO-Analyse vom Ghostwriter durchführen lassen

Wann und warum ist ein Unternehmen erfolgreich?

Bei der Unternehmensanalyse mit VRIO werden die nachhaltigen Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens in Bezug auf dessen strategischen Ressourcen untersucht. Der Business Ghostwriter kann Ihnen aufgrund seiner Erfahrung bei der Einschätzung Ihrer Ressourcen helfen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens oder Gründervorhabens strategisch absichern. Dadurch sichern Sie sich einen hohen Erkenntnisgewinn und sparen viel Zeit .

Innovation und Wettbewerbsvorteile sichernde Unternehmensressourcen hängen oft zusammen (Business Ghostwriter)

Methode

Das VRIO-Schema (im Deutschen auch VRIS-Rahmenkonzept genannt) wird oft zur Kernkompetenzanalyse angewendet. Das VRIO-Schema  ist die praktische Konsequenz der Ressourcentheorie (resource-based view of the firm), die fragt, warum einige Unternehmen erfolgreich sind und andere nicht. Mit VRIO wird nach einer Antwort darauf gesucht, indem die einzelnen Unternehmensressourcen hinsichtlich Wert (V), Seltenheit (R), Imitierbarkeit (I) und Einbindung in die Organisation (O) beurteilt werden. Nicht jede Ressource leistet einen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil ist wahrscheinlich, wenn die interessierende Ressource die vier Kriterien des VRIO-Schemas erfüllt.

  • Wert (value). Die Ressource ist wertvoll, wenn sie zur Effektivität und Effizienz der Organisation beiträgt.
  • Seltenheit (rareness). Selten oder besser einzigartig ist eine Ressource, wenn nur das betreffende Unternehmen über sie verfügt.
  • Nicht-Kopierbarkeit (imitability). Ressourcen mit nachhaltigem Wettbewerbspotenzial können nicht oder nur unter hohem Aufwand von der Konkurrenz kopiert oder nachgeahmt werden.
  • Organisation (organization). Nach einem der Entwickler des VRIO-Schemas (Jay B. Barney) ist die Ressource zu organisieren und systematisch in das Unternehmen einzubinden, um sie ausschöpfen zu können.

Die Anfangsbuchstaben der vier englischen Merkmalsbezeichnungen ergeben das Akronym VRIO.

Die folgende Tabelle zeigt, dass mit drei erfüllten Kriterien (Verankerung, Wert, Seltenheit) bereits eine überdurchschnittliche Performance möglich ist (3. Zeile). Allerdings hält dieser Wettbewerbsvorteil nur vorübergehend an, da die betreffende Ressource rasch von der Konkurrenz kopiert werden dürfte und damit an Seltenheit verliert (Rückfall in durchschnittliche Performance, 2. Zeile). Nur wenn alle vier Kriterien erfüllt sind, kann nach VRIO von einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil gesprochen werden (4. Zeile). Gibt es eine Unternehmensressource, die lediglich eingebunden ist, aber keinen Beitrag leistet, ist das sogar nachteilig (1. Zeile), da z.B. eine Fehlinvestition für eine unbrauchbare Ressource getätigt wurde.

 

Tabelle: Die vier VRIO-Kriterien und der Wettbewerbsvorteil von Ressourcen

 

Beispiel ERP-Systeme (Betriebswirtschaftliche Standardsoftware)

ERP-Systeme (ERP – Enterprise Ressource Planning) integrieren Anwendungssoftware für betriebswirtschaftliche Prozesse, Aufgaben und Funktionen, die das gesamte Unternehmen erfassen. Zur Anwendung des VRIO-Schemas auf die Ressource „ERP-System“ werden die VRIO-Merkmale schrittweise geprüft. Dabei helfen sachlogische Überlegungen.

Die Einbindung in die „Organisation“ (O) ist gegeben, da ERP-Systeme als Prozesssoftware in Unternehmen bereichsübergreifend wirkt. Die „Werthaltigkeit“ (V) kann ebenfalls als erfüllt angenommen werden, da die Software im Sinne von organisationalen Prozessstrukturen und der Kundenorientierung der Prozesse wirksam ist. Die dritte Eigenschaft, „Einzigartigkeit“ oder wenigstens Seltenheit (R), kann nicht mehr so einfach mit allgemeinen theoretischen Überlegungen bestätigt werden: Wie die Bezeichnung „Standardsoftware“ suggeriert, handelt es sich um ein Standardprodukt, hat also Merkmale eines Massenprodukts, das auf den Faktormärkten von jedem Unternehmen eingekauft werden kann. Ein ERP-System ist nach dem VRIO-Schema also eine wertvolle, nicht aber seltene Ressource. Das vierte Merkmal, die Nicht-Kopierbarkeit (I), ist daher ebenfalls nicht gegeben. Nach der Tabelle (Eintrag 2, siehe oben) bedeutet die Einbindung eines ERP-Systems in eine Organisation keinen temporären oder nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, weswegen der Beitrag dieser Software zum Unternehmen durchschnittlich ist. Das führt zu der trivialen, aber wichtigen Feststellung, dass kommerzielle ERP-Systeme bei der SWOT-Analyse zunächst ignoriert werden können, denn sie sind weder Stärke noch Schwäche.

 

Sie haben Fragen?

Sie benötigen eine VRIO-Analyse ihres Unternehmens oder Ihres Gründerprojekts separat, als Bestandteil einer SWOT-Analyse oder für Ihren Businessplan? Nutzen meine Erfahrung in der Anwendung der Methode, die ich vor allem in SWOT-Analysen angewendet habe. Ich unterstütze Sie auch gerne bei der Anwendung von VRIO auf Ihr Gründungsvorhaben oder Unternehmen.

 

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Schlagwörter: Businessplan, Kernkompetenzen, Ressourcentheorie, Unternehmensanalyse, VRIO-Schema

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